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Berchtesgadener Schicksalsjahre

„Berchtesgadener Schicksalsjahre 1803 – 1820“ heißt eine Sonderausstellung, die derzeit im Museum Schloss Adelsheim in Berchtesgaden zu sehen ist. Anlass ist natürlich die 200 jährige Zugehörigkeit Berchtesgadens zu Bayern. Die Ausstellung ist sehr gelungen und zeigt anschaulich die damaligen Zustände und wie es dazu kam, dass Berchtesgaden bayerisch wurde. In den Schicksalsjahren hatte Berchtesgadenviele verschiedene Zugehörigkeiten und Herrscher, die das „Landl“ auch ausplünderten. Die alles beherrschende Figur war Napoleon, der Europa neu zu ordnen versuchte worunter auch das Berchtesgadener Land zu leiden hatte. Darum weist er den Weg in die Ausstellung.

Über viele Bereiche wird anschaulich informiert – das Schulwesen, der Holzabbau, die Solegewinnung und der Salzbergbau sind nur ein paar der vielen Themen. Einge noch nie vorher gezeigte Landschaftsbilder runden die sehr sehenswerte Ausstellung ab.

 Besonders der Aufmarsch der Zinnfiguren vor dem Berchtesgadener Prospekt ist beeindruckend . Die Ausstellung ist etwas für Jung und Alt, genauso wie das Museum Schloss Adelsheim jeder unbedingt besuchen sollte. Man erfährt viel über die Geschichte Berchtesgadens und wie die Menschen hier früher gelebt haben.  

Das Museum und die Sonderausstellung sind täglich Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Servus und bis bald!

Christoph

Watzmann-Ausstellung

Eine ganze Ausstellung mit nur einem Motiv, ist das nicht langweilig? Ganz und gar nicht wenn es sich bei dem Motiv um den Watzmann handelt. 15 Künstlerinnen und Künstler wurden von Künstler und Galerist Peter Karger aus Berchtesgaden eingeladen, sich zum bekannten Berg mit seiner unverwechselbaren Silhouette Gedanken zu machen. Herausgekommen sind die verschiedensten Darstellungen des Berges – von realistisch bis abstrakt, von Zeichnungen bis zum großen Ölbild. Auf jeden Fall ist die Ausstellung unbedingt sehenswert.

 Sie ist in der Galerie Ganghof, Ganghoferstr. 11 in Berchtesgaden zu sehen. Geöffnet ist die Galerie Donnerstag und Freitag, 16 bis 18 Uhr und Samstag 9 bis 11 Uhr., oder nach telefonischer Vereinbarung: 08652 62447.

Von mir sind übrigens auch zwei Arbeiten zum Thema Watzmann zu sehen (eine davon sieht man auf dem Plakat – selbst wenn man den Watzmann herausschneidet, so bleibt er doch immer noch sichtbar)

Servus und bis bald!

Christoph

Die Ache entlang

Immer wieder schön ist es, die Ache entlang zu spazieren. Die Königseer Ache ist der Abfluss des Königssees, die Ramsauer Ache der des Hintersees. In Berchtesgaden kommen beide zusammen und vereinigen sich zur Berchtesgadener Ache. Je nach Niederschlagsmenge oder in der Schneeschmelze können sie richtige Wildbäche sein, im Sommer hingegen plätschern sie so vor sich hin.

Ich weiß gar nicht ob das ihr offizieller Name ist, aber ich kenne diese Stelle als „Nasse Wand“.  Im Winter hängen unzählige Eiszapfen daran und auch jetzt schaut sie wild-romantisch aus.

Der Königsseer Fußweg ist bequem zu gehen, er führt eben bis zum Königssee. Ab und zu kommt einem höchstens ein Pferdegespann entgegen.

Trotzdem braucht es unterwegs eine Stärkung. Zum Beispiel ein Jubiläums-Bier vom Hofbräuhaus Berchtesgaden, kurz „Jubi“ genannt. Zu genießen im Biergarten des Gasthofs Waldstein. So ein Spaziergang ist aber auch anstrengend …

Servus und bis bald!

Christoph

Auftakt Wirtshaus-Wochen

Gestern war am Weihnachtsschützenplatz in Berchtesgaden der Auftakt zu den Weiß-Blauen Wirtshauswochen. Das war eine tolle Sache. Alles gab es für einen Euro – so viele Leckereine. Von des Kaspressknödeln habe ich gleich zwei Mal genommen und vom Bier auch. Leider hatte ich keinen Foto dabei um es zu zeigen, aber auf dem neu gestalteten Platz lässt es sich sehr gut feiern. Das Wetter hat auch mitgespielt und nach dem heißen Tag hat ein kühles Bier gut getan. Schaut einfach auf der Webseite der Aktion vorbei, dann sieht man das ganze Programm und die Angebote.

Servus und bis bald!

Christoph

Gut bedacht über die Ache

Geht  man, von Berchtesgaden kommend, den Königsseer Fußweg entlang, kommt man bald zu einer Brücke über die Königsseer Ache. Will man weiter zum Königssee, darf man nicht darüber gehen, aber anschauen sollte man sie sich schon. Die Holzbrücke wird Triftsteg genannt. Sie wurde 1844 errichtet. Unter „Trift“ versteht man das Schwemmen von losem Holz. In den Wäldern über dem Königssee wurde das Holz geschlagen und über den See und die Ache zur Saline Berchtesgaden getriftet. Dort wurde es zum Befeuern der Sudpfannen verwendet um aus der Sole das Salz zu gewinnen. 1928 musste aus wirtschaftlichen Gründen die Saline Berchtesgaden, die oberhalb des Bahnhofs lag, schließen.

Heute erinnert der wieder restaurierte Triftsteg an die Salinenvergangenheit Berchtesgadens.

Servus und bis bald!

Christoph

„Der ewige Spitzbua“

Eine Premiere gab es im Berchtesgadener Bauerntheater.  „Der ewige Spitzbua“ heißt das sehr vergnügliche Stück.  Denn drei Damen wollen vom verstorbenen Michael Kreuzhuber den Jochenhof erben . Die Witwen Moosberger und Pfeifferlböck sowie die ledige Jungfer Pfandlhuber hatten ihn in jungen Jahren abgewiesen, weil er ihnen zum Heiraten zu arm war. Doch nun steht sein Hof gut da und sie wollen Erben – auf Biegen und Brechen. Es ist sehr vergnüglich anzuschauen zu welchen Tricks die drei Damen greifen. Selbst Handgreiflichkeiten untereinander bleiben da nicht aus. Der Jochenbauer zeigt sich auch über seinen Tod hinaus als ein ewiger Spitzbua, der sich sehr zum Vergnügen der Zuschauer  an den drei Damen rächt.

Servus und bis bald!
Christoph

Es grünt so grün

Im Frühling ist der Bergwald am Schönsten. Die verschiedenen Grünschattierungen sind eine Wohltat für das Auge. Die beiden Aufnahmen habe ich vom Nationalparkhaus mitten in Berchtesgaden gemacht.

Das satte Grün tut so gut nach den Wintermonaten. Es ist so herrlich frisch.

Und als ich mich umdrehte fiel mir dieses schöne Detail am Nationalparkhaus auf. Die alte Holztüre mit dem typisch Berchtesgadnerischen Sternmuster, die drei kleinen Fenster, die den Fletz, also den dahinterliegenden Gang erhellen und das Grün des Efeus, das dicht und üppig am Nationalparkhaus wächst.

Servus und bis bald!

Christoph